Skulpturenmeile auf dem Regionalparkweg

Land schafft Kunst

Diese Kusnstaustellung wurde durch das damalige Wirtschaftsministerium gesponsort.

Im Jahr 2002 nahm die BI WIDEMA an einer Landschaftskunstausstellung auf dem Regionalparkweg von Massenheim nach Wicker teil, mit der Überlegung Kunst als Protestform oder Protest als Kunstform im Zuge der formalen Verfahren zum Flughafenausbau darzustellen. Im Zuge der Vorbereitungen dieser Ausstellung wurde WIDEMA durch die damalige Kuratorin zunächst ein- und anschließend wieder ausgeladen. WIDEMA hat daraufhin mit Unterstützung einer Privatfrau, die Ihre Pferdekoppel an dieser Kunstmeile zur Verfügung stellte, gegen alle Widerstände teilgenommen.

Diese Ausstellung lautete "Land schafft Kunst" auch doppeldeutig zu überssetzen mit Landschaftskunst, da die performanten Objekte offen in der freien Landschaft etabliert wurden.

In dieser durchaus schönen Landschaft des Regionalparks, so war es damals, und so wird es noch verstärkter in Zukunft sein, betäubt der allgegenwärtige Fluglärm und die Flugverkehrsabgase jedoch die Sinne für die Schönheit von Kunst.

Und so wurde für WIDEMA aus "Land schafft Kunst", was durchaus positiv zu sehen ist, wenn sich dieses Motto harmonisch und "ehrlich" in diese Landschaft einfügt, das Anti-Motto "Land schafft Lärm", das dem Alltag der in Wicker, Delkenheim und Massenheim lebenden Menschen entspricht.

Dieses Anti-Motto entstand der Notwendigkeit dem politisch perfiden Versuch "etwas schön zu reden, was nur einer kurzen, vorübergehenden Betrachtungsweise von Besuchern dient (Land schafft Kunst)", die dauerhafte Alltagsrealität von Lärm und Dunst von vielen tausend Flugbewegungen gegenüberzustellen (Land schafft Lärm). Erst hierdurch entstand ein wirkliches Spannungsfeld, was den Ansprüchen von und an Kunst gerecht wird.

Zum Ende der Ausstellung wurde ein Plakat der WIDEMA-Bildwand von Fremden bei Nacht und Nebel, durch die im Vordergrund aufgestellte Mistgabel, zerstört.

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